Fischbestand

Fischbestand im Marchfeldkanal


Aitel, Döbel - (Leuciscus cephalus)

 

Wesentliche Merkmale: der walzenförmige, robuste Körper des Aitels geht in einen niedrigeren, breit abgerundeten Kopf über, der in einem großen, endständigen Maul endet, das im Profil gesehen leicht nach oben strebt. Der Rücken hat eine graue bis schwarzgrüne Farbe, die Seiten sind goldgelb und der Bauch ist hellgelb bis silbrig. Die Rücken und Schwanzflosse sind dunkel, die Bauch und Afterflosse orangerot bis dunkelrot. Große dunkel umrandete Schuppen ergeben eine Netzstruktur.

Lebensräume:  Aitel treten vom unteren Abschnitt der Forellenregion bis zu den schneller fließenden Teilen der Flüsse auf, bewohnen aber auch stehende Gewässer. Sie kommen in Europa und bis zum Kaspischen Meer und Vorderasien vor.  Mit zwei bis vier Jahren sind die Aitel geschlechtsreif. Sie laichen in kleinen Schwärmen bevorzugt in der Strömung oder nahe dem Ufer größerer Talsperren. Zuerst besetzen die Männchen die Laichplätze, dann stoßen die reifen Weibchen zu ihnen. Sie legen ihre klebrigen Eier an überspülten Zweigen, Holzstücken oder auf steinigem Grund ab. Im Abstand von 10 - 20 Tagen laichen sie zwei bis dreimal.  In fließenden wie in stehenden Gewässern bevorzugen die Fische Plätze mit gegliedertem Grund und ebensolchem Ufer.

Nahrung: als schwarmbildender Jungfisch frisst er Pflanzen und wirbellose Tiere. Erwachsene Aitel werden zum Einzelgänger und Allesfresser.

Größe: 30 – 50cm (bis 80cm), sie werden 8 - 10 Jahre alt, in Ausnahmefällen auch 15 Jahre und mehr.

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Wels, Waller - (Silurus glanis)


Wesentliche Merkmale: breiter, flacher Kopf mit weitem Maul, zwei langen Bartfäden (Barteln) am Oberkiefer und vier kürzeren Barteln am Unterkiefer, eine lange und bis zur Schwanzflosse reichende Afterflosse, eine kleine und relativ weit vorne sitzende Rückenflosse. Welse werden bis zu 80 Jahre alt und haben ein sehr gutes Gehör.

Lebensräume: Der Wels bewohnt bevorzugt große, warme Seen und tiefe, langsam fließende Flüsse. Er hält sich meistens in seinem Unterschlupf auf, z.B. unterspülte Ufer, versunkene Bäume und dgl.
Der Wels nimmt seine Nahrung gerne im Freiwasser oder am Grund auf. Er kommt in weiten Teilen Mittel-, Süd- und Osteuropas vor.
Mit einer Gesamtlänge von  bis zu drei Metern und einem Maximalgewicht von über 150kg ist er der zweitgrößte Süßwasserfisch hinter dem Stör. Nur ausnahmsweise erreicht der Wels bei optimalen Lebensbedingungen Längen von deutlich mehr als zwei Metern.
Allerdings sind solche Längen extrem selten und konnten im letzten Jahrhundert nicht nachgewiesen werden. Ein einigermaßen glaubwürdiger Bericht über einen Wels dieser Größe liegt nur aus dem 19. Jahrhundert vor. Die meisten Welse sind nur etwa 1,30 bis 1,60 Meter lang. Tiere von mehr als zwei Metern Länge sind ausgesprochen selten.

Nahrung: der Wels ernährt sich vor allem von Fischen, aber auch von Würmern, Schnecken, Insekten, Krebsen und mit zunehmender Größe auch von Fröschen, Mäusen, Ratten und verschiedenen, am Wasser lebenden Vögeln (z.B. Enten). Welse sind keine reinen Raubfische sondern vielmehr Allesfresser und richten ihr Fressverhalten opportunistisch nach dem jeweiligen Nahrungsangebot.

Weitere bekannte Arten sind der weißfleischige amerikanische Wels, vor allem dessen Unterart der Catfish (auch Katzenwels oder Zwergwels) und der afrikanische Wels (Clarias garieoinus).

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Schleie - (Tinca tinca)           


Wesentliche Merkmale: kräftig gebauter Körper mit hohem Schwanzstiel. Kleines endständiges Maul mit zwei kurzen Barteln.

Lebensräume: warme, weichgrundige pflanzenreiche Seen und Teiche und leicht (mitunter sogar rasch) fließende Gewässer.
Friedfisch. Hält im Schlamm eingegraben Winterruhe. Sehr kleine Eier werden an Wasserpflanzen geklebt.

Nahrung: ernährt sich von Kleintieren im Schlamm und Gewässergrund, sowie Pflanzen und abgestorbenen Pflanzenresten. Sucht tagsüber Schutz und wird erst nachts aktiv.

Größe: die Durchschnittsgrößen liegen bei 20 – 40cm. Längen bis zu 70 cm und Gewichte bis zu 5 kg sind möglich.

Höchstalter bis zu 17 Jahre.

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Schied, Rapfen - (Aspius   aspius)      


Wesentliche Merkmale: der Körper ist lang gestreckt und seitlich etwas zusammengedrückt.

Die Augen sind klein. Der Kopf ist zugespitzt. Großes endständiges Maul. Schlundzähne zweireihig, mit Laichausschlag.
Die Rückenflosse hat 10 -11 Strahlen, die Afterflosse 15-18 Strahlen und ist am Rand sichelförmig eingebuchtet. Entlang der Seitenlinie befinden sich 64 -76 kleine Schuppen.
Der Rücken hat eine olivgrüne Färbung und schimmert bläulich. Die Flanken sind heller und haben eine glänzende gelbliche Farbe. Die Bauchseite ist silbrig-weiß, Brust-, Bauch- und Afterflosse sind rötlich.

Lebensräume: Bewohner von Mittel - und Unterläufen größerer Flüsse sowie von Seen und Brackgewässern.
Aus den tiefer gelegenen Winterlagen ziehen die Rapfen (Schied)  in Gruppen flussaufwärts zu ihren Laichplätzen (Laichzeit April bis Juni). Diese liegen auf Kiesbänken in rasch fließendem Wasser. Für ihren ersten, geselligen Lebensabschnitt suchen sie sich strömungsberuhigte  Bereiche.  Mit zunehmendem Alter wird der Rapfen (Schied)  immer mehr zum Einzelgänger und ein, an der Oberfläche jagender Raubfisch.

Nahrung: Fische, Frösche, kleine Säugetiere

Größe: Durchschnittlich 50-75 cm, kann bis max.  120 cm lang und bis 12 kg schwer werden.

Lebensalter bis über 12 Jahre.

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Rußnase, Zährte - (Vimba vimba)     


Wesentliche Merkmale: gestreckter, seitlich abgeflachter Körper. Nasenartig vorragende Schnauze (schwarz bis blauschwarz) mit unterständigem Maul. Während der Laichzeit sind bei den Männchen der Kopf und die Körperoberseite bis zur Mittellinie schwarz, die Bauchseite ist einschließlich der Lippe und Kehle orangefarben bis rot. Laichausschlag.

Lebensräume: die Rußnase lebt gesellig, teilweise als Standform, teilweise als Wanderform.  Sie ist  ein Bewohner der Unter- und Mittelläufe größerer Flüsse, selten in Seen und kleineren Fließgewässern. Zum Laichen (Mai – Juli)  zieht die Rußnase die Flüsse stromaufwärts. Sie laicht im seichten, strömenden Wasser auf pflanzenbewachsenen Kiesbänken. 

Nahrung: vom Boden aufgenommene Würmer, wirbellose Kleintiere und Schnecken.

Größe: mittlere Länge von 20 – 35cm, Längen von 50cm sind möglich.
Lebensalter bis über 7 Jahre.

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Rotauge, Plötze - (Rutilus rutilus)       


Wesentliche Merkmale: je nach Alter oder Wohngewässer mehr oder weniger hochrückiger, seitlich abgeflachter Körper. Kleines endständiges Maul. Je nach Gewässer und Nahrungsangebot können Körperform und Farbe stark differieren. Auffallend sind die roten Augen.

Lebensräume: Die Rotauge (eine äußerst anpassungsfähige Fischart)  ist ein Bewohner kleiner Teiche bis großer Seen sowie langsam fließender, tieferer Bäche bis großer Ströme und Brackwasser. Gewässer mit starker Strömung (Forellenregion) werden gemieden. Friedfisch.

Nahrung: Rotaugen sind Schwarmfische, die sich bevorzugt im flachen und pflanzenreichen Uferbereichen aufhalten. Sie ernähren sich von tierischer (Würmer, Muscheln, Insektenlarven) und pflanzlicher Kost. von Nord- und Ostsee.

Größe: die Durchschnittsgröße liegt bei 15 – 30cm. Längen von 50cm sind möglich.

Das Höchstalter liegt bei ca. 18 Jahren.

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Regenbogenforelle                                                     


Wesentliche Merkmale: Der Körper der Regenbogenforelle ist hochrückig, der lange Oberkiefer reicht bis hinter das Auge, die Schwanzflosse ist leicht eingebuchtet. Ursprünglich war die Heimat dieser Art die Pazifikküste Nordamerikas. Von dort aus wurde sie zunächst in die übrigen Teile Nordamerikas, im Jahr 1880 nach Europa und dann nach und nach in alle Erdteile gebracht und eingewöhnt. Ursprünglich sollte die Fauna des Zielgebietes um eine wirtschaftlich interessante Art bereichert werden, später spielte die gute Eignung der Regenbogenforelle für die künstliche Zucht die Hauptrolle.

Trotz langjähriger Bemühungen der Angler bildeten sich nur in wenigen Gebieten Populationen, die auch ohne Aussetzen künstlich aufgezogener Fische lebensfähig sind. Durch die intensive Zuchtveredlung entstanden viele farblich unterschiedene Formen. Gemeinsam blieb jedoch allen der rosafarbene bis rötliche Längsstreifen, der auf der Körpermitte bis zum Schwanzansatz verläuft. Kopf, Rücken, Seiten sowie Rücken- und Schwanzflosse sind dicht mit schwarzen Flecken bedeckt. Ausdruck eines Geschlechtsdimorphismus ist die intensivere Färbung der Männchen, die besonders im Alter einen Laichhaken am Unterkiefer tragen. Regenbogenforellen sind gegen Wasserverunreinigung empfindlicher als Bachforellen, stellen jedoch geringere Ansprüche an den Sauerstoffgehalt und die Wassertemperatur.

Lebensräume: In Europa laichen die Fische von November bis Mai. Sie legen im schnellfliessenden Wasser ihre Eier in Laichgruben ab, die meist von den Weibchen angelegt werden. Wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches werden diese Forellen intensiv in Fischteichen und speziellen künstlichen Zuchtanlagen gehalten und mit Vorliebe von Sportfischern geangelt. In letzter Zeit wird auch die Aufzucht in Käfigen, die in Talsperrenbecken verankert sind, forciert.

Nahrung: Ihre Nahrung sind Larven von Wasserinsekten, Zooplankton, Weichtiere und kleinere Fische. Mit 2-3 Jahren sind sie geschlechtsreif, in freier Natur werden sie 5 - 6 Jahre alt, in Ausnahmefällen 18 Jahre und mehr.

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Quappe oder Rutte - (Lota lota)               


Wesentliche Merkmale: langgestreckter, vorn walzenförmiger, hinten seitlich abgeflachter Körper mit breitem, flachen Kopf. Weite, leicht unterständige Mundspalte; Kiefer mit feinen Hechelzähnen. 1 langer Bartfaden am Kinn, 2 sehr kurze an den Nasenlöchern. Kleine, dünne, rundliche Schuppen. Seitenlinie unvollständig. 1. Rückenflosse mit 9-16, 2. Rückenflosse mit 67-85 Strahlen, gleich lang wie die Afterflosse (65-78 Strahlen); Bauchflossen kehlständig; Schwanzflosse abgerundet.

Färbung: Rücken braun, gelboliv oder grünlich, mit dunkleren, undeutlichen Marmorierungen; Flanken heller, gelblich; Bauch weißlich.

Größe: 30 - 60cm, max. 120cm.

Lebensräume: Vom Brackwasser der Flussmündungen bis in kühle, klare Fließgewässer und Seen (in den Alpen bis auf Höhen über 1200m), von West- und Mitteleuropa bis zum Armur- und Baikalseegebiet sehr weit verbreitet. Kommt auch in Skandinavien vor.

Lebensweise: Dämmerungs- und nachtaktiver Bodenfisch, der als einziger Vertreter der Dorschfische überwiegend im Süßwasser vorkommt und dort bis in die Forellenregion aufsteigt.

Laichzeit: November bis März, bei einer Wassertemperatur von 0,5 bis 4 Grad Celsius. Die ca. 1mm großen Eier (1.000.000 je kg Weibchengewicht) besitzen eine große Ölkugel und treiben frei im Wasser. Brutdauer 6 - 10 Wochen. Erst bei einer Länge von 6 - 7 mm gehen die freischwebenden Larven zum Leben in Bodennähe über; Jungfische unter Steinen versteckt.

Nahrung: Kleine Bodentiere, im Alter auch Fischlaich und -brut.

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Nerfling, Aland - (Leuciscus idus)        


Wesentliche Merkmale: gestreckter, relativ hochrückiger Körper, kleiner Kopf, mäßig großes endständiges Maul. Meist ist der Rücken bis zur Seitenlinie dunkel graublau, die Seiten sind silbrig, der Bauch weißlich. Die Schwanzflosse ist graublau, die Afterflosse braunrot, die paarigen Flossen sind rötlich. Die dunklere Schwanzflosse ist tief eingeschnitten

Lebensräume: der Nerfling ist ein Bewohner größerer Fließgewässer, mancher Seen und Teiche. Zum Laichen steigt er auch in kleinere Fließgewässer auf. Schwarmfisch, der sich in der warmen Jahreszeit dicht unter der Wasseroberfläche in stark strömenden Bereichen aufhält. Zum Überwintern sucht er in Scharen tieferes Wasser auf. Friedfisch.

Nahrung: Nerflinge ernähren sich von Plankton, Wasserinsekten und auf dem Wasser schwimmenden Landinsekten, Weichtieren, Fischlaich, Algen und Pflanzenteilen. 

Größe: die Durchschnittsgröße liegt bei 30 – 50cm. Längen bis zu 80cm sind möglich.

Höchstalter bis 20 Jahre.

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Nase - (Chondrostoma nasus)              


Wesentliche Merkmale: lang gestreckter, ziemlich spindelförmiger, seitlich nur wenig abgeflachter Körper. Stark unterständiges Maul mit nasenartig darüber hinausragender Schnauze. Die Bauchhöhle ist schwarz.

Lebenräume: Bodenbewohner in schnell fließenden Gewässern mit steinigem Untergrund. Selten kommen sie in Seen vor. Friedfisch.

Nahrung: mit ihren bernsteingelben, verhornten Kieferrändern schabt die Nase Algen von Steinen ab, sie ernährt sich somit von pflanzlicher Kost mit der Beimischung der darin lebenden Kleinsttiere. Sie bilden große, mehrere Hundert Tiere zählende Schwärme, die vom Ufer aus gut auszumachen sind. Beim Sammeln der Nahrung am Grund drehen sich die Fische nämlich häufig auf die Seite und verraten sich durch das Aufblitzen ihrer Silberflanken.

Größe: ihre Durchschnittsgröße liegt bei 25 – 45cm. Längen von über 50cm und Gewicht bis zu 3kg sind möglich. Höchstalter bis 20 Jahre.
Laube,  Ukelei - (Alburnus alburnus)    

Wesentliche Merkmale: länglicher, schlanker, seitlich abgeflachter Körper. Kleines oberständiges Maul.

Lebensräume: die Laube lebt in klaren, ruhig fließenden oder stehenden Gewässern sowie im Brackwasser.

Nahrung: die Laube ist ein Oberflächenfisch, der in Schwärmen im Freiwasser oder in Ufernähe über pflanzenfreien, sandigen oder steinigen Grund gerne nach Insekten schnappt, die auf das Wasser gefallen sind.

Größe: die Länge beträgt 12 - 15cm, höchstens 25cm.

Höchstalter ca. 8 Jahre.

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Karpfen - (Cyprinus carpio)                                     


Wesentliche Merkmale: je nach Art ein hochrückiger, manchmal ein schlank gestreckter, seitlich etwas abgeflachter Körper. Endständiges,  vorstülpbares Maul, vier fleischige Bartfäden (Barteln) an der Oberlippe.

Man unterscheidet fünf Arten des Karpfens: Wild-, Schuppen-, Spiegel-, Leder- und Zeilkarpfen, die alle auf eine Ursprungsart zurückgehen „den Wildkarpfen“.

Lebensräume: er lebt bei uns in Flüssen, Seen, Teichen und Kanälen mit reichen Wasserpflanzenbeständen. Karpfen sind Wärme liebende und sehr widerstandsfähige Fische.

Nahrung: Karpfen besitzen die Fähigkeiten der Geruchs- und  Geschmackswahrnehmung. Die „Nasenöffnungen“ auf der Oberseite des Mauls werden vom Wasser durchströmt und dienen der Geruchswahrnehmung. Den Geschmack nehmen sie über die 4 Barteln und die Geschmacksknospen im Gaumenbereich wahr. Seine natürliche Nahrung besteht aus Insekten, Larven, Schalentieren wie Krebsen und Muscheln als auch Wasserpflanzen. Karpfen nähern sich vorsichtig ihrer Nahrung: sie bewegen sich an den Nahrungsbrocken heran, nehmen ihn auf, um ihm zu testen, spuken  ihn  noch einmal aus - und nehmen ihn erst, wenn er als fressbar ist erkannt wird.

Größe: die Durchschnittsgröße liegt bei 30 – 80cm. Längen bis max. 120cm und Gewichte von über 30kg sind möglich.

Höchstalter bis 50 Jahre.

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Karausche - (Carassius carassius)   


Wesentliche Merkmale: gedrungener, hochrückiger, seitlich abgeflachter Körper. Endständiges Maul ohne Bartfäden. Die Grundfarbe der Karausche ist golden oder grünlich, der Rücken ist dunkler. Friedfisch.

Lebensräume: die Karausche bewohnt alle Arten von Gewässern. Sie meidet nur große, tiefe und kalte Seen und schnellfließende Bäche, verträgt aber auch Brackwasser. Als einer der zählebigsten, anpassungsfähigsten Fischarten  erträgt sie einen hohen Grad von Verschmutzung und Sauerstoffmangel in ihrem Wohngewässer. Während der kalten Jahreszeit gräbt sie sich in den Boden ein und verfällt in eine Art Winterschlaf. Sie kann völlig ohne Sauerstoff überwintern und lange fasten.

Nahrung: neben wirbellosen Tieren (Würmer, Wasserflöhe, Muscheln, Insektenlarven) nimmt sie fallweise auch pflanzliche Nahrung.

Größe: mittlere Länge von 15 – 25cm. Eine Größe von maximal 45cm und ein Gewicht von bis zu 3kg  sind möglich. Höchstalter bis 30 Jahre.

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Hecht - (Esox. Lucius)                                


Wesentliche Merkmale: lang gestreckter, walzenförmiger und seitlich nur mäßig abgeflachter Körper, relativ langer Kopf mit einem entenschnabelähnlichen und oberständigen Maul, große und weit nach hinten verlagerte Rückenflosse.

Lebensräume: Standfisch, hält sich gerne in Ufernähe von Fließgewässern, Seen und größerer Teiche auf. Die Verbreitung des Hechtes erstreckt sich über Nordasien, Europa und Nordamerika .In Europa existiert nur eine Art dieser Fischfamilie.

Nahrung: Fische aller Art, Frösche, Vögel und sogar kleine Säugetiere
Größe: die Durchschnittsgrößen liegen bei 50 cm bis 100 cm. Längen bis 150 cm (Weibchen) und 100 cm (Männchen) oder Gewichte von über 25 kg sind möglich. Alter: bis 30 Jahre. Der Hecht kommt in allen Gewässern Mitteleuropas vor, die dem Raubfisch genügend Lebensmöglichkeiten bieten. Der Hecht ist ein Standortfisch und zeigt ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Er hält sich fast immer in der Uferzone stehender Gewässer auf. Oft setzt man ihn als Beifisch in Karpfenteiche, wo er unerwünschte Nahrungskonkurrenten dezimieren soll. Für den Angler ist der Hecht eines der beliebtesten Fangobjekte, da er relativ leicht zu fangen ist. Seine Bestände sind nicht sehr hoch. Die begehrtesten Hechte sind mittelgroß und haben ein Gewicht von etwa 2.5 kg. Der Hecht hat im essbaren Anteil einen Fettgehalt von ca. 0.7- 0.9 g/100 g. Der bevorzugte Lebensraum des Hechtes liegt in den vegetationsreichen Uferzonen stehender oder langsam fließender Gewässer. Zur Fortpflanzung im Frühjahr werden Bereiche geringer Tiefe oder überschwemmte Riedwiesen aufgesucht. Die abgelegten Eier (bis 20.000 pro kg Körpergewicht) heften an Wasserpflanzen.  Die nach 10 - 15 Tagen schlüpfenden Larven bleiben die ersten Tage an den Pflanzenstängeln haften. Als Jungfischchen ernähren sie sich von Kleinkrebsen, nach 4 - 5 Wochen, mit einer Länge von ca.5 cm, erfolgt die Umstellung auf Fisch als Hauptnahrung.

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Giebel, Silberkarausche - (Carassius gibelio)


Wesentliche Merkmale: gestreckter, weniger hochrückiger Körper. Endständiges Maul ohne Barteln. Friedfisch.

Lebensräume: der Giebel lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern mit dichten Pflanzenbeständen und weichem Grund.

Man findet den Giebel oft mit der Karausche vergesellschaftet, der er nicht nur im Aussehen sondern auch in der Nahrungsauswahl  und Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen ähnelt.

Nahrung: neben wirbellosen Tieren wie Köcherfliegenlarven, Flohkrebsen, Borstenwürmern, Wasserflöhen und dgl. nimmt er fallweise auch pflanzliche Nahrung.

Größe: mittlere Länge 20 – 30cm, eine Größe bis 45cm und ein Gewicht von bis zu 3kg sind möglich. Höchstalter bis 30 Jahre.

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Flussbarsch - (Perca fluviatilis)                 


Wesentliche Merkmale: Typisch ist seine geteilte Rückenflosse, sowie die rötliche Färbung der Brust- und Bauchflossen. Der Kiemendeckel ist nach hinten spitz zulaufend und trägt einen starken Dorn. Beide Rückenflossen (besonders die vordere) sowie die Afterflosse sind mit spitzen Stachelstrahlen ausgestattet. Der Körper weist oft ein schwaches Streifenmuster aus 6-8 senkrechten Streifen auf und ist grau-grün gefärbt. Großes endständiges Maul.

Lebensräume: er ist ein anpassungsfähiger Standfisch in stehenden und langsam fließenden Gewässern mit hartem Grund. Junge Barsche leben meist in Ufernähe, größere Exemplare leben bevorzugt in der Freiwasserzone. 
Die Laichzeit erstreckt sich - je nach Gewässer - von März bis Juni. Die Fische wandern teilweise kurze Strecken flussaufwärts, um an flachen Uferstellen abzulaichen. Hier werden die ca. 1,5 - 2 mm großen Eier (3.000 - 300.000/Weibchen) in Form von langen, netzartigen Gallertschnüren an Wasserpflanzen, Steinen oder Ästen abgelegt.
Der Barsch kommt mit Ausnahme Spaniens, der westlichen Balkanhalbinsel, Italiens, Schottlands und Nordnorwegens in fast allen Binnengewässern Europas und im Brackwasser der Ostsee vor.

Nahrung: der junge Flussbarsch frisst wirbellose Kleintiere, der erwachsene hauptsächlich Fische, auch die der eigenen Art.

Größe: durchschnittlich 20-35 cm, max. bis 50 cm. Gewicht: ca. 1 kg und mehr

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Brachse (Brasse,Blei) - (Abramis brama)    


Wesentliche Merkmale:  hochrückiger, seitlich stark abgeflachter Körper. Stumpfe Schnauze mit endständigem Maul.

Lebensräume: Brachsen halten sich im langsam fließenden Wasser (Brachsenregion) aber auch in Seen, Teichen, Stauseen und Kanälen auf. Auch Brackwasser vertragen sie. Friedfisch.

Nahrung: Sie fressen überwiegend Plankton, größere Brachsen gehen zu Muscheln, Larven und Würmern über. Sein hervorstülpbares Maul ermöglicht ihm, die Nahrung vom Boden aufzusammeln.

Größe: die Durchschnittsgröße beträgt 30 – 50cm, Längen bis zu 80cm und ein Gewicht von 6kg sind möglich.

Das Höchstalter beträgt ca. 23 Jahre.

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Barbe (Barbus barbus)                       


Wesentliche Merkmale: lang gestreckter, schlanker Körper mit einem unterständigen Maul und wulstigen Lippen. Vier Bartfäden am Oberlippenrand. Je nach Aufenthaltsort kann die Farbe stark variieren. Der Rücken ist meist braun bis graugrün, die Flanken sind heller und  glänzen goldfarben. Der  Bauch ist weiß und schimmert oft rötlich. Der Laich ist giftig, aber nicht tödlich.

Lebensräume: die Barbe bewohnt als gesellig lebender Grundfisch schnell fließende, größere Flüsse und Ströme mit klarem sauerstoffreichem Wasser und Sand- oder Kiesgrund (Barbenregion). Tagsüber hält sie sich meist in Bodennähe in stärkeren Strömungen auf  und geht erst mit Beginn der Dämmerung auf Nahrungssuche. Zur Laichzeit (Mai-Juli) ziehen die Barben in großen Schwärmen flussaufwärts, um ihre in der Äschenregion gelegenen Laichgebiete aufzusuchen. Friedfisch.

Nahrung: die Barbe bevorzugt wirbellose Tiere, wie Köcherfliegenlarven, Libellenlarven, Eintagsfliegenlarven und Kugelmuscheln.

Größe: die Durchschnittsgröße liegt bei 30 – 50cm, in Ausnahmefällen bis zu 90cm und ein Gewicht bis zu 8kg. Lebensdauer bis zu 13 Jahren und mehr.

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Zander (Sander lucioperca)          


Wesentliche Merkmale: lang gestreckter, spindelförmiger Körper, unterteilt in einen vorderen Teil mit Stachelstrahlen und einen völlig abgesetzten Teil mit Gliederstrahlen. Der Kopf ist zugespitzt, großes endständiges Maul. Darin stehen ungleichmäßig die langen, spitzen Fangzähne neben kleinen Bürstenzähnen.

Der Oberkiefer reicht bis hinter das Auge, die Seitenlinie endet erst an der Schwanzflossenbasis. Der Rücken ist graugrün, an den Seiten erkennt man 8 - 12 schwarzbraune Querbinden, die sich zu Flecken auflösen und auch auf der Schwanz- und den beiden Rückenflossen vorhanden sind. Der sonst weiße Bauch wird in der Laichzeit besonders bei den Männchen dunkler.

Lebensräume: die meiste Zeit des Tages hält sich der Zander am Boden von Flüssen und Seen versteckt. Morgens und am frühen Abend steigt er zur Jagd an die Oberfläche. Die Laichzeit liegt meist im April und Mai. In dieser Zeit legt das Männchen eine Nestgrube von etwa 50 cm Durchmesser und 5 cm Tiefe an, in die gesäuberte Wurzelstücke kommen. Auf diese legt das Weibchen seine Eier ab, die das Männchen nach dem Schlüpfen sorgfältig bewacht und durch Wedeln der Flossen mit Frischwasser versorgt. Kurze Zeit lebt die Fischbrut von Plankton, beginnt aber schon mit 3 - 5 cm Länge fremden Laich zu fressen. Die in kleinen Schwärmen lebenden Zander halten sich im Gegensatz zum Hecht weiter weg vom Ufer auf.

Nahrung: erwachsene Fische ernähren sich ausschließlich von anderen Fischarten.

Größe: die Durchschnittsgrößen liegen bei 40 bis 70 cm, unter idealen Lebensbedingungen kann er bis 120 cm lang und über 15 kg schwer werden. Der Zander kann bis zu 15 Jahre alt werden.
 

 
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